Die Natur nutzt das Konstruktionsprinzip der Kunststoffe seit Milliarden von Jahren. Anders wäre Leben auf der Erde undenkbar. Seit fast zwei Jahrhunderten macht es sich auch der Mensch auf vielfältige Weise zu Eigen. Vieles, was wir heute für unverzichtbar halten, wäre sonst nicht möglich. Auch die globalen Herausforderungen, vor denen wir stehen, sind nur unter Nutzung von Kunststoff zu bewältigen. Das gilt für die Versorgung mit Wasser und Lebensmitteln, den Schutz vor Krankheiten oder den Erhalt von Mobilität und Lebensqualität. Erst recht gilt dies für die Eindämmung existenzieller Risiken wie Klimawandel und Umweltzerstörung mit all ihren Folgen.
Dennoch wird Kunststoff oft kritisch gesehen. Denn wahr ist auch, dass unser jahrzehntelang allzu sorgloser Umgang mit ihnen Mensch und Umwelt belastet. Ein „weiter so“ darf es nicht geben. Für alle Kunststoffanwendungen müssen Rohstoffbasis, Werkstoffdesign, Recyclingpfade und Nachhaltigkeit optimiert werden. An dieser Messlatte sind aber nicht nur die konventionellen Kunststoffe zu validieren, sondern auch die viel gepriesene Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen sowie biologisch abbaubare Polymere.
Um die Werkstoffbasis zu optimieren, braucht es viel Kompetenz. Diese kann gerade in kleinen und mittelständischen Unternehmen nicht immer vorgehalten werden. Wenn Sie Ihre Produkte trotzdem den Anforderungen der Zeit gerecht machen wollen: Wir unterstützen Sie gerne mit Rat und Tat bis zur erfolgreichen Umsetzung.
Den für eine Anwendung in jeder Hinsicht „richtigen“ Kunststoff zu wählen, ist eine große Herausforderung. Auf der einen Seite stehen die hohen Erwartungen an den Werkstoff, beginnend mit dem Verarbeitungsverhalten über die Gebrauchseigenschaften bis hin zu Langlebigkeit und Zuverlässigkeit. Diesen Kriterien stehen nicht selten die Aspekte des Umweltschutzes entgegen:
Viele Kunststoffe werden in der Nutzungsphase zwar geschädigt, sodass sie nicht unmittelbar werterhaltend zu recyclieren sind. Sie bleiben aber trotzdem extrem langlebig und schwer abbaubar. So überdauern sie in den Ökosystemen die Jahrhunderte. Durch verschärfte Chemikaliengesetzgebung werden weiterhin immer mehr Bestandteile der etablierten Kunststoff-Rezepturen verboten. Deren Austausch ist wegen vielfältiger Wechselwirkungen und Konsequenzen äußerst anspruchsvoll.
In Verbindung mit strategischen Forderungen wie Sicherstellung der Verfügbarkeit entstehen Zielvorgaben wie geschlossene Stoffkreisläufe oder Nutzung nachwachsender Rohstoffe. Neben technischen Hürden bergen aber gerade letztere neue Risiken und benötigen noch große Anstrengungen in Forschung und Entwicklung. Schließlich dürfen auch die Kosten nicht unterschätzt werden: Ohne konkurrenzfähigen Preis wird sich auch der umweltfreundlichste Kunststoff am Markt nicht durchsetzen.
Meist gibt es nicht „die eine“ richtige Lösung für eine ganzheitliche Materialoptimierung. Vielmehr muss unter Abwägung teils widersprüchlicher Kriterien der individuell passendste Kompromiss gefunden werden. Sollten Sie beabsichtigen, im Interesse von Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Kundenzufriedenheit ein neues Kunststoffprodukt einzuführen oder ein etabliertes Produkt auf eine zukunftsfeste Materialbasis zu stellen, stehen wir Ihnen mit fundierter Kompetenz und langjähriger Erfahrung in allen Projektphasen bis zur Markteinführung gerne als vertraulicher Partner zur Seite.
Unser Anliegen ist weiterhin, dass Sie Kunststoff auf bestmögliche Weise zum Einsatz bringen. Aber nicht nur heute, sondern auch in der Zukunft. Und nicht zwingend immer mit unserer Handreichung, sondern gerne zunehmend selbständig durch in Ihrem Unternehmen hinzugewonnene Kompetenz. Profitieren Sie neben der Beratung auch von unserem bewährten Aus- und Weiterbildungskonzept!